Arbeiten

Probleme der FMCG-Branche: 10 Herausforderungen für die Instandhaltung

Die FMCG-Branche ist durch hohe Produktionsvolumina und ein extrem hohes Verpackungstempo geprägt. Für die Instandhaltung ergeben sich daraus besondere Herausforderungen: Prozesse müssen zuverlässig ineinandergreifen und zugleich strenge Hygienestandards wie HACCP und IFS erfüllen. Ein CMMS-System hilft dabei, Störungsmeldungen zu automatisieren, Umrüstzeiten zu verkürzen und Auditstandards einzuhalten. Auch bei Infrastruktursystemen wird die Wirksamkeit von Stichprobenverfahren in Größenordnungen von 1,5 % bis 20 % untersucht. Für FMCG-Werke ist eine intelligente, systematische Datenerfassung daher eine wichtige Grundlage für stabile Prozesse.

  1. Mikrostillstände beeinträchtigen ganze Produktionslinien

Kurze, scheinbar harmlose Unterbrechungen können den gesamten Produktionsprozess aus dem Takt bringen. In der FMCG-Produktion verursacht jede Sekunde Stillstand an einer Verpackungslinie messbare Verluste, die sich über den Tag summieren. Die kontinuierliche Überwachung relevanter Maschinenparameter hilft, Ursachen frühzeitig zu erkennen, Mikrostillstände zu reduzieren und die Produktionsabläufe stabil zu halten.

  1. Schnelle Reaktion bei kontinuierlicher Produktion

Bei der kontinuierlichen Herstellung schnelllebiger Konsumgüter bleibt kaum Spielraum für Verzögerungen. Das Instandhaltungsteam muss Störungen schnell bewerten und gezielt eingreifen. Untersuchungen zur Ressourceneffizienz weisen darauf hin, dass eine Stichprobengröße von 30-35 % für die Prognose von Reparaturkosten optimal sein kann. Eine zügige Auswertung der Daten unterstützt eine schnelle Reaktion und hilft, die Anlagenleistung aufrechtzuerhalten.

  1. Straffe Produktionspläne und geplante Inspektionen

Große Produktionsaufträge lassen häufig nur kleine Zeitfenster für geplante Wartung und Inspektionen. Deshalb müssen Prüfungen in eng getaktete Produktionspläne integriert und systematisch gesteuert werden. Bereits die Analyse einer begrenzten operativen Stichprobe – beispielsweise 109 von 2.048 Zyklen – kann eine zuverlässige Fehlererkennung unterstützen. So lässt sich das Risiko ungeplanter Unterbrechungen des Produktionsplans verringern.

  1. Häufige Umrüstungen für unterschiedliche Produkte

Wechselnde Markttrends erfordern von FMCG-Werken ein hohes Maß an Flexibilität und regelmäßige Anpassungen der Produktionslinien an neue Sortimente. Maschinenumrüstungen müssen deshalb reibungslos und möglichst schnell ablaufen. Die Verknüpfung der Instandhaltungsprozesse mit moderner Software hilft, die Abläufe zu standardisieren und die für Formatwechsel sowie die Anpassung von Parametern an Verpackungsmaschinen benötigte Zeit deutlich zu verkürzen.

  1. Strenge Hygienestandards (HACCP, IFS)

In der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie hat die Produktqualität höchste Priorität. Jeder technische Eingriff in eine Maschine muss die Anforderungen von HACCP und IFS erfüllen. Entscheidend ist, Umrüstungen und Reparaturen schnell durchzuführen, ohne das Risiko einer Verunreinigung von Lebensmitteln zu erhöhen. Dieses Gleichgewicht ist eine wichtige Voraussetzung für sichere und wirtschaftliche Prozesse in der FMCG-Branche.

  1. Dezentrale Kontrolle in großen Werken

Große Produktionshallen und heterogene Anlagenbestände erschweren den Überblick. Die Instandhaltung muss Arbeiten über verschiedene Bereiche hinweg koordinieren und gleichzeitig Sicherheit und Verfügbarkeit gewährleisten. Eine präzise Planung schafft eine verlässliche Serviceabdeckung und hilft, ein einheitlich hohes Qualitätsniveau in allen Produktionsbereichen aufrechtzuerhalten.

  1. Automatisierung von Meldungen durch Bediener

Effiziente Instandhaltung setzt einen schnellen Informationsfluss zwischen Produktion und Technik voraus. Mit einem CMMS-System lassen sich Störungsmeldungen automatisieren und direkt von Maschinenbedienern an die mobilen Geräte der Techniker übermitteln. Dadurch stehen relevante Informationen früher zur Verfügung, Diagnosen können schneller beginnen und Übertragungsfehler in der Kommunikation werden reduziert.

  1. Große Mengen an Komponenten im Blick behalten

Komplexe Abfüll- und Verpackungslinien bestehen aus Tausenden aufeinander abgestimmten Bauteilen. Ein CMMS kann die dazugehörigen Daten strukturiert verwalten und Wartungshistorie, Zustand sowie Verschleiß nachvollziehbar machen. Wie in großen Infrastruktursystemen, in denen Zehntausende Komponenten überwacht werden, schafft die Digitalisierung auch im FMCG-Bereich Transparenz über Anlagen und einzelne Komponenten.

  1. Einhaltung von Auditstandards

Die jederzeitige Bereitschaft für unangekündigte Qualitätskontrollen setzt eine vollständige und nachvollziehbare Dokumentation voraus. Ein CMMS-System erfasst durchgeführte Inspektionen, Kalibrierungen und verwendete Ersatzteile zentral. Diese Transparenz erleichtert die Vorbereitung auf anspruchsvolle Audits von Handelsketten und Zertifizierungsstellen.

  1. Bewertung und Verbesserung der Anlagenzuverlässigkeit

Eine stabile Produktion erfordert die kontinuierliche Verbesserung zentraler Leistungskennzahlen. Qualität und Zuverlässigkeit lassen sich beispielsweise auf einer 15-stufigen Instandhaltungsskala (LOM, von A+ bis F-) bewerten. Präventive Optimierung und eine 90-prozentige Sicherheit bei der Erkennung möglicher Risiken unterstützen einen kontinuierlichen Betrieb und schaffen Freiräume für die technologische Weiterentwicklung.

Digitale Transformation in der FMCG-Branche für stabile Prozesse

Moderne Werke nutzen digitale Lösungen, um ihre Prozesse langfristig zu stabilisieren. Ein Beispiel ist die Settele GmbH, die täglich 120 Tonnen Spezialitäten produziert. Mit der Einführung eines CMMS-Systems stellte das Unternehmen seinem Team eine intuitive mobile App zur Verfügung, die die täglichen Aufgaben spürbar erleichtert. Digitale Aufzeichnungen und der laufende Überblick über das Ersatzteillager schaffen für die Instandhaltung mehr Transparenz und Planbarkeit.

Optimierung der Prävention bei Cedrob Foods SA

Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche digitale Transformation ist Cedrob Foods SA, ein polnischer Hersteller von Fleischprodukten mit fünf Werken im Land. Manuell bearbeitete Meldungen und eine fehlende zentrale Datenbank erschwerten die Instandhaltung – insbesondere angesichts der kurzen Haltbarkeit der Produkte.

Die Einführung von QRmaint standardisierte die Instandhaltungsprozesse und ersetzte verteilte Tabellen durch eine vollständig mobile Softwarelösung. Automatisierte Benachrichtigungen, eine zentrale Maschinenerfassung und fortschrittliche Berichte unterstützten den Aufbau präventiver Maßnahmen und trugen dazu bei, kostspielige ungeplante Stillstände zu reduzieren.

Moderne Instandhaltungssysteme als Fundament der FMCG-Branche

Die anspruchsvollen Bedingungen der FMCG-Branche lassen kaum Spielraum für Stillstände oder Qualitätskompromisse. Die Beispiele Settele GmbH und Cedrob Foods zeigen, dass die Standardisierung und Digitalisierung von Prozessen entscheidend dazu beitragen können, die zehn beschriebenen Herausforderungen zu bewältigen.

Ein modernes CMMS-System ermöglicht den Wechsel von der reaktiven Störungsbehebung zu geplanter Prävention und Prädiktion. Zentralisierte Daten, mobile Arbeitsmöglichkeiten für Techniker und die Automatisierung von Meldungen unterstützen die Einhaltung strenger Hygienestandards, schnellere Umrüstungen und stabile Produktionsabläufe. Damit wird die digitale Transformation der Instandhaltung zu einem wichtigen Baustein für höhere Prozessstabilität, geringere Kosten und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren oder Interesse an unserer QRmaint Instandhaltungssoftware haben, laden wir Sie ein, uns auf www.qrmaint.de zu besuchen. Für persönliche Rückfragen stehen wir Ihnen auch jederzeit unter der Rufnummer +49 69 950 196 26 zur Verfügung.

 

 

Gesponserter Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert